Green Operations/Green ITSM

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In den letzten Monaten wurde der Hype um Green IT, ÖkoIT und wie auch immer sehr heftig vorangetrieben und eine Initiative jagte die andere. Man konnte fast schon davon ausgehen, dass IT im Allgemeinen zum Klimaschutz betragen könnte.

Was passierte aber wirklich:

  • Hersteller haben Effizienzsteigerungen der Hardware als Öko-Vorteil verkauft
  • Ökologisch schonendere Technologien wurden vorgestellt
  • Virtualisierung als Möglichkeit der Stromreduktion

All diese durch diverse Hersteller von Hardware- und oder Softwarelösungen stehen aber vor einem Dilemma; sie sind am Ender der IT-Nahrungskette und können damit nur mehr ein geringes Einsparungspotenzial heben, auch wenn dieses auf dem ersten Blick oft fulminant wirkt.

 

Wir schlagen daher als Lösung vor, "one step ahead" also einen Schritt nach oben zu gehen und die Effizienz - aka Ökologie - Vorteile weiter oben zu generieren und damit zusätzlich Potenzial zu heben. Wir wollen die oben genannten Methoden nicht schlechtmachen, gar nicht, defacto kann aber ein größeres Potenzial gehoben werden.

Green ITSM
Erkennungsphase

Auf Basis unserer Erfahrung kann ein Großteil an Einsparung schon alleine durch die Einführung von internen Verhaltensregeln zwischen Business und IT - gerne auch als SLA  - gewonnen werden. Der Diskurs über betriebene Programme, Serviceparameter und Kosten verursacht über einen gewissen Zeitraum eine Meinungsbildung beim Kunden und generiert Effekte wie "ok, wenn diese Aufwände dahinterstecken dann brauchen wir das nicht" "nice 2 have", "läuft das immer noch?" und vielen mehr. Nach Erhebungen kann man von durchschnittlich 10 - 30 % Applikationseinsparungen durch Einführung eines Servicekatalogs ausgehen. D.h. 10 - 30 % durchschnittlich weniger Betriebsaufwände und 10 - 30% weniger Applikationen.

Umgerechnet bedeutet dies, dass nur mehr 70 - 90% von den oben genannten Möglichkeiten profitieren würden, insgesamt sich aber ein besserer "Öko-Hebel" realisieren lässt.

Operations

Leider ist es mit der Erkennung und Erstbehebung nicht getan, man braucht ein Tool welches es erlaubt, im täglichen Alltag in der Verhandlung mit den Kunden die Themen Ökologie/Kosten/Resourcen in Einklang zu halten, ansonsten verpufft jede Methode ausschließlich in einem Marketingeffekt und einer kurzfristigen Maßnahme.

Wir schlagen hierfür einen Öko-Index auf Basis der erwarteten Recheneinheiten vor. Es kann z.B. der von SUN definierte Berechnungswert für Klima/Rackspace etc. verwendet werden und auf Basis dessen ein Zu- oder Abschlag auf die erwarteten Kosten (setup fees und runtime costs) errechnet werden, hier sind diverse Modelle denkbar und durchführbar.

Defacto bedeutet dies aber auch, dass Ökologie ein funktionierendes ITSM voraussetzt und auch eine funktionierende Kundenbeziehung bedingt, die es ermöglicht, Green ITSM im Unternehmen zu diskutieren und zu verankern.

Damit wird es möglich, die Ökologie als Thema innerhalb Operations zu verankern und bereits in der Entstehung des Services diverse grüne Gedanken mit einfliessen zu lassen, ohne damit ein grüner Hemmschuh zu werden.

Out of scope

Die oben genannten Gedanken beziehen sich ausschließlich darauf, wie einerseits durch Effizienz und effektives Handeln Strom- Klima- Platz- und damit auch Öko-Vorteile erzielt werden. Es geht für durchschnittliche Firmen eindeutig zu weit, grüne Gedanken im Hinblick auf die verwendeten Materialien im Entstehungsprozess mit einzubeziehen. Einerseits geht twl. das chemische/technische Fachwissen ab, andererseits sieht man hier die Legislatur in der Pflicht, Regeln zu schaffen, die eine ausreichende Unterstützung der grünen Materie erlauben.